Welchen Einfluss hat die Osteopathie auf unsere Psyche?

Unser Körper kann durch die Seele verrückt spielen. Atemnot, Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen, Schlafstörungen, innere Unruhe, Verdauungsstörungen, trockene Augen, Hautprobleme und ein Kloß im Hals können Anzeichen einer psychischen Belastung sein.

 

Durch eine osteopathische Behandlung ist es möglich, sich aus einer emotionalen Starre herauszubewegen.

So können körperliche Beschwerden beseitigt werden. Zielsetzung dabei ist, ein Gleichgewicht und eine Regulierung unserer Systeme. Die Rede ist vom hormonellen, vegetativen, zentralen Nervensystem und dem Immunsystem. Weiter ist auch eine Verbesserung der Durchblutung wichtig. Dies sind Voraussetzungen dafür, dass die Mechanismen der Selbstregulation wieder zum Einsatz kommen.

 

Die Psyche nutzt nicht nur das Nervensystem als Ausdruckswerkzeug, sondern auch Neurotransmitter und Hormone, um sich zu verkörpern. So gehen z. B. bestimmte emotionale Erlebnisse immer mit der Ausschüttung bestimmter Substanzen einher.

Dass das Hormonsystem direkte Auswirkungen auf unsere Psyche hat, spüren wir am eigenen Leib in verschiedenen Lebensphasen.

Wir erinnern uns an unsere Pubertät oder erleben gerade die Pubertät der eigenen Kinder. Wir kennen auch, dass durch verschiedene Sportarten die Botenstoffe Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden, die unsere Stimmung bis zur regelrechten Euphorie steigern können. Ein weiteres Beispiel dafür, das Hormone unsere Gefühle steuern und unser Leben auf den Kopf stellen, erfahren wir, wenn wir uns verlieben.

 

Auch auf unser Immunsystem haben unsere Gefühle eine direkte Auswirkung. Bei Dauerstress werden Adrenalin und Noradrenalin aus dem Nebenrindenmark ausgeschüttet und die CRH-ACTH Stress- Achse aktiviert, wobei die Nebennierenrinde mit ins Spiel gebracht wird. Diese schüttet verstärkt Mineralkortikoide Aldosteron, Glukokortikoide, Kortisol, etc aus. Sowohl Adrenalin als auch Kortisol wirken immunsuppressiv, was uns anfällig für Infektionen macht. Die Ausschüttung von Kortisol und Adrenalin über eine längere Zeit hinweg kann krankmachende Folgen haben und die Entwicklung von Diabetes, Fibromyalgie, Arteriosklerose sowie Magen-Darm-Geschwüre begünstigen und mit einer Verschlechterung der kognitiven und körperlichen Funktionen einhergehen. Wenn der Dauerstress über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, kommt es häufig zum Burnout. Bei diesem Syndrom wird meist ein Mangel an Kortisol, Adrenalin, Noradrenalin, DEAH, Melatonin, Dopamin, Serotonin beobachtet.

Zu wenig Kortisol führt zu einer übersteigenden Immunreaktion, die sich in Allergien und in autoaggressiven  Krankheiten äußern kann. Und hier wird auch die gegenseitige Auswirkung des Organsystems erkennbar. Der Magen-Darm-Trakt.

 

Experimente stützen die These, das Darmbakterien auch die Psyche beeinflussen. Wir können davon ausgehen, dass nicht nur die Nahrung an sich, sondern auch der Darm einen enormen Einfluss auf unsere Emotionen nimmt.

 

Durch osteopathische Diagnostik und Behandlung ist es möglich Kontakt all den oben genannten Körpersystemen zu bekommen . Die körperliche Selbstregulierung bekommt wieder freie Fahrt.

Das osteopathische Behandlungskonzept lässt sich auch bei Somatisierungen ( die Psyche zeigt sich auf körperlicher Ebene), aufgrund schwieriger Lebensumstände in der Vergangenheit und im Jetzt anwenden. Ebenso bei Belastungen Infolge von Stress, Mobbing, fam. Spannungen, unterstützend zur Trauerbegleitung, aber auch bei Prüfungsangst und begleitend zur Psychotherapie und Hypnotherapie.

 

Bleiben Sie gesund und tun Sie sich etwas Gutes.

Ihre Constanze Bär, Osteopathin und Heilpraktikerin

 

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