Die Menopause aus ayurvedischer Betrachtung

Der anmutige Weg in die Weisheit

Im Leben jeder Frau wird irgendwann die Menopause erscheinen. Und dennoch weigern sich manche, dem Thema rechtzeitig zu begegnen. Wenn die Menopause an die Tür klopft, wundert sie sich und ist unfähig ihr in der richtigen Weise zu begegnen. 

Die moderne Frau ist in dieser Zeit voller Schrecken, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Unruhe, trockene Schleimhäute, Steifigkeit, Verwirrungszustände, Stimmungsschwankungen, Wasseransammlung. Sie interpretiert das als das Eintreffen des Alters.

Dabei ist das keineswegs eine Krankheit oder Dysbalance, sondern der natürliche Prozess des Körpers. Es wird nur dann zu einem unkontrollierten oder unausgeglichenen Zustand, wenn frau zuvor unausgeglichen gelebt hat.

Aus ayurvedischer Sicht ist das eine Phase zwischen zwei Lebensstadien. Zweimal im Leben einer Frau tritt dieser hormonelle Wechsel auf. Zum einen wenn er zum ersten Mal eintrifft und später, wenn er sich dem Ende nähert. Beim ersten Mal ist die junge Frau unreif, unerfahren, von der Mutter abhängig und somit verwirrt. Aber beim zweiten Mal ist sie als Frau ein Bündel voller Erfahrung, reif und aufrecht im Leben stehend, mit Zeit zur Vorbereitung auf diese Übergangserfahrung.

Wenn wir sie in der richtigen Weise verstehen ist die Menopause eine aufregende Zeit von Kreativität und Transformation, da sowohl Vata als auch Pitta dominieren. Vata generiert Kreativiät und Pitta unterstützt bei der Manifestation und Transformation. 

Ein Bündel von Energie stürmt durch den Körper, er will mit Vorsicht und in Vorbereitung behandelt werden. Eine Frau kann diese Energie vielfältig nutzen. 

Im Alter zwischen 37 und 42 ist es sehr angeraten, eine angemessene interne Körperreinigung „Panchakarma“ durchzuführen. Durch diesen Prozess werden alle Giftstoffe ausgeschwemmt, das Blut wird gereinigt, der Säurelevel reduziert, die Knochen gestärkt, die natürliche Intelligenz des Körpers revitalisiert, das Immunsystem gestärkt, das Feuer der Verdauung korrigiert. Dadurch wird es einfacher, die Menopause durch die richtige Ernährung und die richtige Bewegung zu managen. Sanftere Übungsarten wie Yoga oder Tai Chi bringen Flexibilität und Schmierung auf Knochengelenksebene, verbesserter Fluss der Blutzirkulation, die Atmung wird kanalisiert und versorgt die Zellen; das wiederum führt zu einem beruhigenden und erfrischenden Effekt im Nervensystem (ohne jegliche Pillen). Das bringt den Körper in Form, verhindert Wasseransammlungen, klärt Verstopfungen der Kanäle und macht das System insgesamt leichter.

Die Frau sollte ebenfalls ein Umdenken im Arbeitsumfeld angehen. Nach dem Alter von 40 ist eine Wochenarbeitszeit von 40 – 45 Stunden ein „Missbrauch des Körpers“, der sich in der Menopause als Schaden auf zellulärer Ebene widerspiegeln wird. Eine langsame Anpassung der Ernährungsgewohnheiten ist angesagt, wissend, dass der Eisen- und Kalziumlevel in der Menopause einbrechen wird. Ab 40 ist es für den Körper schwierig, Eisen und Kalzium zu absorbieren. Dazu benötigt es die natürliche Vitalität, den passenden Lebensrhythmus und das angemessene Feuer der Verdauung, das hauptsächlich unter schlechten Essgewohnheiten und erschöpfendem Lebensstil leidet.

Wachen Sie auf! Warten Sie nicht, bis das Thema an Ihrer Tür anklopft. Das ist der Weg, der anmutig in das Alter der Weisheit führt.  
    
(„Gandha“ Sarika Patil)

 

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