Der Herbst in Ayurveda 

Der Herbst in Ayurveda

Der Herbst ist die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter, wenn der Wind beginnt zu wehen und die Abende kühler werden.

Der amerikanische Ausdruck für Herbst ist „Fall“, weil das Tageslicht beträchtlich kürzer wird, wenn also das Licht und auch die Temperatur fallen. Der Herbst mahnt uns, nun langsam mit den Außenaktivitäten in eine Ruhe zu kommen und uns darauf vorzubereiten, nach innen zu gehen. Wenn wir die Jahreszeiten beobachten und verstehen, dann wird es ein Leichtes sein, den Alltag darauf einzustimmen. 

In Verbundenheit mit der Natur zu leben ist der Schlüssel zur Gesundheit.


Die Regel für Balance heißt in Ayurveda: „Gleiches verstärkt Gleiches, das Gegenteil balanciert“.

Wenn wir diese Regel anwenden, werden notwendige Veränderungen zur Balance führen. Im Herbst dominiert das Element Luft, dessen Charakteristika trocken, leichter, windig, in Bewegung, ungleichförmig, rau sind.
Die Luft nimmt die Kühle von der Umgebung auf und wird dadurch kühlend. Auf diese Weise verstehen wir den Herbst. Was uns also in Balance bringt ist, was uns befeuchtet, erdet, stabilisiert, in Regelmäßigkeit bringt, in Rhythmus bringt, geschmeidig macht.


Wir sollten also das Essen und den Lebensstil wählen, die diese Qualitäten in unser Leben bringen.

Der Nebeneffekt von viel Bewegung und Wind ist Trockenheit. Wenn die Trockenheit im Körper zunimmt, wird der Effekt auf den Geist ein Nicht-Geerdet sein, Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit, die wiederum zu Angst führen.

Ayurveda bestimmt Körper und Geist als abhängig von den dominierenden Elementen des Körpers. Menschen, die das Element Luft dominierend haben, werden stark vom Herbst beeinflusst, da Gleiches das Gleiche verstärkt. Die trocknen schneller aus, haben kalte Hände und Füße, was sich wiederum in unregelmäßiger Verdauung wiederspiegelt, leichtem Schlaf, Ängstlichkeit, die zu Angst führen kann, da die Erdung fehlt.


Was hilft nun im Herbst?

Schlüsselwort: Regelmäßigkeit, baue Routine für das Essen und Schlafen auf. Obwohl es langweilig erscheint, hilft es Dich zu balancieren und zu erden. Übe dich in Disziplin.

Halte Dich immer warm, schütze dich vor starkem Wind

Grundregel: vermeide kaltes Essen und Trinken. Vermeide Bohnen, Rohkost, Kohl

Wähle süßen, sauren und salzigen Geschmack, süß bedeutet hier natürliche Süße, wie Honig, Ahorn- / Agavensyrup, Rosinen, Datteln, süße Früchte.

Merksatz: Sorgen, Essen im Gehen, zu wenig Schlaf, Gefrorenes, getrocknetes, Resteessen, Immer unterwegs sein, zu viele Flüge, Nachtarbeit verstärken das Element Luft. 

Öle dich regelmäßig mit Sesamöl ein (nach heißer Dusche). 

Rhythmische Übungen, wie Yoga, Tai-Chi sind gut, Laufen verstärkt das Element Luft

Wähle Kleidungs- und Umgebungsfarben, die in der Natur vorkommen, wie rot, orange, senf, rost, gelb, tief maroon, weinrot.

Benutze Düfte und Duftlampen mit Basilikum, Zimt, Nelke, Lavendel, Pinie, Salbei oder Vanille. Es hilft dem Nervensystem sehr. 

Vermeide unnötiges Reisen und falls du reisen musst, beziehe nährende und angenehme Aktivitäten mit ein, wie zB Ölmassagen.

Verwende mehr Nüsse und Samen im täglichen Essen, das hilft den Körper auf natürliche Weise zu schmieren. Gewürze im Essen, wie Zimt, Nelke, Kreuzkümmel, Anis, Basilikum, Lorbeerblätter, Pfeffer in geringer Menge, Kardamom, Fenchel, Muskatnuss, Mohn, Kurkuma, Ingwer, Senf, Safran helfen der Verdauung und halten den Körper warm.


(„Gandha“ Sarika Patil)


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